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Ferien / Reisen

Dem Licht entgegenlaufen

Dem Licht entgegenlaufen

Das Kleinwalsertal nahe der Schweizer Grenze bietet im Winter unzählige Möglichkeiten, um die Energien wieder ins Gleichgewicht zu bringen: zum Beispiel bei einer regenerativen Schneeschuhwanderung. Ein Erfahrungsbericht, der motiviert, mit Schneeschuhen – im weitesten Sinn – den eigenen Rhythmus zu finden.

Der Spur unseres Guides Daniela folgend, machen wir uns breitbeinig stapfend auf den Weg. Am Ausgangspunkt, der Auenhütte, herrscht dichter Nebel. Die ersten Schritte sind noch etwas ungewohnt. Je weiter wir uns vom Treffpunkt entfernen, desto ruhiger wird es, bis nur noch das Knirschen des Schnees unter unseren Schneeschuhen zu hören ist. Eine fast meditative innere Ruhe entsteht. Die Natur sorgt mit unterschiedlichsten Sinneseindrücken dafür, dass die Gedanken nicht an den Sorgen des Alltags festhalten, sondern frei sind. Vertieft in den Rhythmus der eigenen Bewegung sind wir ganz im Moment angekommen und gehen Schritt für Schritt dem Licht, das über der Nebeldecke immer heller wird, entgegen in Richtung Alpe Melköde.

Über der Nebeldecke

Nach dem ersten kleinen Anstieg gibt Daniela Entwarnung: «Ab jetzt geht es nur noch leicht bergauf, gemütlich begehen wir eines der schönsten Seitentäler des Kleinwalsertals.» Schon nach der nächsten Kurve haben wir den Nebel durchbrochen, die Wintersonne scheint ins Gesicht und vor uns öffnet sich eine Ebene, die an die malerische Kulisse in dem Film «Aus der Mitte entspringt ein Fluss» erinnert – nur frisch verschneit und ohne Brad Pitt und Robert Redford.
Gelassen werden durch Bewegung – so könnte man das Ziel der regenerativen Schneeschuhtour beschreiben. Der Weg ist das Ziel und deshalb legen wir immer wieder kleine Pausen ein. Daniela gibt wertvolle Impulse, wie mit kleinen Veränderungen mehr Achtsamkeit im Alltag Einzug hält und macht uns mit den «sieben Säulen der Gesundheit» vertraut. Leidenschaftlich entführt sie uns in die Walser Geschichte, die Sagenwelt und die besondere Geologie des Gebiets rund um den Ifen. Naturgewalten haben dem Schwarzwassertal seine charakteristische und zugleich idyllische Ausstrahlung verliehen und für eine unglaubliche Artenvielfalt in dem Naturschutzgebiet gesorgt.

Stress abbauen

«Im Sommer wachsen hier die besten Kräuter – auch wilde Pfefferminze», sagt Daniela und zieht ein kleines Fläschchen mit Walser Pfefferminzöl aus ihrem Rucksack. «Das ist natürliches Doping – es belebt und macht Kopf und Atem frei.» Jeder tupft sich ein paar Tropfen unter die Nase. Mit einem kollektiven Aufatmen macht sich die erfrischende Wirkung schnell bemerkbar. Vor allem lenkt es aber unsere Aufmerksamkeit nach der Bewegung und dem Rhythmus auf die dritte Säule für Gesundheit und Vitalität: die Atmung.
Im Laufe der Zeit verlernen wir oft unsere natürliche Atmung und unser Lebensstil lässt uns kurzatmig werden. Doch ist der Atem der direkte Weg, um Stress abzubauen. Er verbindet die körperliche und die energetische Ebene des Körpers und ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen Erholung. Wie wir mitten in diesem Naturparadies stehen und die klare Schneeluft geniessen, erkennen wir, dass es die kleinen Dinge sind, die den Unterschied machen: Kurze Pausen, um den Atem bewusst wahrzunehmen, tief und gleichmässig zu atmen ist eine einfache Methode, um Ruhe zu finden und neue Energie zu tanken.

Selbstwahrnehmung – ­Naturwahrnehmung

Wichtig für ganzheitliches Wohlbefinden sind die vierte und die fünfte Säule, die Ernährung und der Schlaf. Mittlerweile haben wir die Melköde erreicht. Wir tauschen persönliche Erfahrungen aus und lassen uns eine Tasse Kräutertee schmecken – 100 Prozent heimische Kräuter von den Bergwiesen des Kleinwalsertals.
Auf dem Rückweg findet jeder schnell wieder in seinen Rhythmus – seinen «Flow». Jeder übt sich dabei in der sechsten Säule, der Wahrnehmung – spürt in sich hinein und lässt einfach das Naturerlebnis auf sich wirken. Es ist dieses herrliche Gefühl der Zeitlosigkeit, das uns ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zaubert.

Elmar Müller, www.kleinwalsertal.com

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