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Gesundheit

Gesundheitliche Auswirkungen des Lichtes

Gesundheitliche Auswirkungen des Lichtes

Wie Lichtforscher herausgefunden haben, macht Licht glücklicher, gesünder und steigert die Konzentration. Ob Tageslicht oder künstliches Licht ist ein Unterschied. Bereits die alten Griechen und Römer kannten die Wirkung von Sonnenlicht. Heute setzt man für verschiedene Erkrankungen Lichttherapien ein.

Dass Licht Gesundheit und Wohlbefinden beeinflusst ist unlängst bekannt. Seit Jahren beschäftigen sich Lichtdesigner, Psychologen und Arbeitsmediziner mit dem Thema Licht und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit.

Licht beeinflusst Hormone

Im Winter Sonne zu tanken fällt schwerer als im Sommer. Experten empfehlen morgens möglichst viel helles Licht. Ob auf einem Spaziergang oder auf dem Weg zur Arbeit. Durch das Licht wird die Bildung des Schlafhormons Melatonin gestoppt. Zusätzlich kurbelt eine natürliche Lichtdusche das Glückshormon Serotonin an. Selbst ein bedeckter Himmel bringt es auf mehrere tausend Lux. Lichtduschen ab 10 000 Lux wirken als Muntermacher gegen Winterdepressionen.

Licht ist nicht gleich Licht

Licht trägt entscheidend zu Wohlbefinden und Leistungsvermögen bei. Der menschliche Organismus ist auf Tageslicht eingestellt. Ob Licht diese Wirkung entfalten kann, hängt sowohl von der Helligkeit der Lichtquelle als auch von der Zusammensetzung der Lichtfarbe ab. So spielen die tageszeitabhängigen Veränderungen des Lichts eine Rolle. Zu Hause können Sie mit Licht zu Ihrem Wohlbefinden beitragen. Vorhangfreie Zimmer mit hellen Lampen können aufkommende Stimmungstiefs bekämpfen. Regelmässige Bewegung und frische Luft tun ebenfalls gut. Ausreichendes Tageslicht am Arbeitsplatz wäre wünschenswert. Der Arbeitsplatz sollte nicht nur hell genug sein, sondern die Zusammensetzung des Lichts ist ebenso wichtig. Man weiss, dass schlechte Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz Kopfschmerzen und Augenprobleme bereiten sowie das Immunsystem und die Konzentrationsfähigkeit schwächen können. Dies kann zu rascher Ermüdung führen.

Künstliches Licht

Bei herkömmlicher künstlicher Beleuchtung kommt nur ein eingeschränktes Lichtspektrum zum Einsatz. Sie erzeugt primär Helligkeit. Im Gegensatz dazu gibt künstliches Vollspektrumlicht beispielsweise die Lichtfarbe des mittäglichen Tageslichts in etwa wieder. Es berücksichtigt auch kurzwellige Ultraviolett- und Infrarot-Strahlen. Wie Statistiken belegen, verbessert es die Konzentrationsfähigkeit und senkt Krankentage. An Arbeitsplätzen ohne Tageslicht sollten Beleuchtungssysteme eingesetzt werden, die für Lichtverhältnisse sorgen, die dem Tageslicht ähneln. Denn gewöhnliche Leuchten fördern auch am Tag die Produktion des Hormons Melatonin, was müde macht.

Kunstsonne im Solarium

Obschon Sonnenlicht in der Medizin therapeutisch eingesetzt wird, ist bekannt, dass zu viel Sonne hautschädlich sein kann. Unabhängig davon, ob UV-Strahlen natürlich oder künstlich sind, verträgt die Haut nur eine begrenzte Menge davon. Die in Solarien hauptsächlich eingesetzten UVA-Strahlen sorgen zwar für Bräune, tragen aber gleichzeitig zur Hautalterung bei und fördern die Entstehung von Hautkrebs. Ein Solarium-Besuch nützt ausserdem nicht als Vorbereitung auf den Urlaub. Die Bräune der UVA-Strahlen kann nicht vor einem Sonnenbrand durch UVB-Strahlen der Sonne schützen.

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Lichttherapie

Heute setzt man bei verschiedenen Erkrankungen Lichttherapien ein. Ärzte bestimmen Art und Menge der Lichteinstrahlung. Sowohl Depressionen als auch Hauterkrankungen wie Akne oder Neurodermitis werden behandelt.

Behandlung bei Winterdepression

Lichttherapien werden hauptsächlich zur Behandlung von saisonal bedingter Winterdepression eingesetzt. Der Arzt setzt den Patienten bei der Lichttherapie hellem Kunstlicht aus. Diesen Vorgang nennt man Lichtdusche. Das eingesetzte weisse Licht entspricht vom Farbspektrum her dem Sonnenlicht. Empfohlen wird die Lichtexposition morgens nach dem Aufstehen für 20 bis 30 Minuten. Das Licht bremst nämlich die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Melatonin, das an der Regelung des Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt ist, kann angeblich eine depressionsauslösende Wirkung haben. Idealerweise sitzt die Person rund einen Meter vom Licht entfernt. Wichtig ist, dass das Licht auf die Netzhaut fällt, weshalb empfohlen wird, ab und zu Richtung Lichttherapielampe zu schauen. Laut Statistiken wirkt die Lichttherapie bei leichten bis mittelschweren Winterdepressionen in sechs bis neun Fällen von zehn.

Beleuchtungsstärke

Die Zeitdauer der täglichen Bestrahlung hängt von der Stärke der Lichtquelle ab. Empfohlen werden eine helle Lichtquelle und keine normalen Glühbirnen von 300 bis 500 Lux. Bei einer Lichtquelle von 10 000 Lux wird nach halbstündiger Bestrahlung eine nachweisbare Wirkung erzielt. Auch natürliches Sonnenlicht eignet sich für eine Therapie. Wie aus Studien hervorgeht, verbringen immer mehr Menschen zu wenig Zeit an der frischen Luft. Regelmässig Sonne und Licht tanken im Freien kann Wunder wirken. Kurz nach Sonnenaufgang bei klarem Himmel misst man ebenfalls 10 000 Lux.

Lichttherapie bei Hautkrankheiten

Ebenfalls von einer Lichttherapie profitieren kann, wer an Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Akne leidet. Im diesem Falle wird anstelle von weissem Licht UV-Licht eingesetzt. Die beiden Lichttherapien unterscheiden sich wesentlich. UV-Licht weist eine antientzündliche Wirkung auf, sodass Juckreiz gelindert wird oder bei der Schuppenflechte sich weniger Hautzellen bilden.

Nebenwirkungen der Lichttherapien

In der Regel sind Lichttherapien mit weissem Licht gut verträglich. In seltenen Fällen können Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Hautrötungen, trockene Schleimhäute oder brennende Augen auftreten. In solchen Fällen sollte ein Arzt konsultiert werden. Bei einer Lichttherapie mit UV-Licht sollte eine medizinische Fachperson unbedingt über mögliche Risiken aufklären. Die Haut kann durch die Behandlung angegriffen werden und schneller altern. Bei Einsetzung von UVB-Strahlen bilden sich verstärkt Pigmente auf der Haut.

Weitere Informationen: www.gesundheit.de

Messung des Lichts

Sichtbares Licht sind elektromagnetische Wellen im Spektrum von 380 bis 780 Nanometer. Wellen über diesem Wert nennt man Infrarotstrahlung. Liegen sie darunter, spricht man von Ultraviolettstrahlung oder auch Ultraviolett sowie kurz UV-Strahlung. Je nach Wellenlänge unterscheidet man zwischen UVA-, UVB- und UVC-Strahlen. Die UVA-Strahlen haben längere Wellen als die UVB-Strahlen und daher eine grössere Eindringtiefe in die Haut. Die Lichtfarbe, sprich die Farbtemperatur, wird in Kelvin, während die Helligkeit eines Ortes in Lux gemessen wird. An einem sonnigen Sommertag kann die Beleuchtungsstärke im Freien 100 000 Lux betragen. Bei dunklen Regenwolken liegt sie noch bei rund 1000 Lux.

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