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Gesundheit

Was die Augenfarbe über uns aussagt

Was die Augenfarbe über uns aussagt

Wie heisst es so schön: «Ein Blick sagt mehr als tausend Worte.» Immer wieder befassen sich Forscher damit, was die Augenfarbe über den Charakter aussagt. Interessant, welche Fakten und Mythen zu diesem Thema kursieren.

Für die Farbe der Augen sind mehrere Gene verantwortlich. In der Schweiz kommen die allermeisten Babys mit blauen Augen zur Welt und entwickeln in den ersten Lebensmonaten braune Augen. Grund dafür ist die Produktion von Melanin, die für die Färbung von Haut, Haaren und Augen verantwortlich ist. Sie beginnt in der Regel erst nach sechs Monaten. Rund 80 bis 90 Prozent der Weltbevölkerung hat braune Augen, etwa 10 Prozent blaue und nur zwei Prozent grüne.

Was die Augenfarbe über den Charakter verrät

Egal, ob Braun, Grün, Grau oder Blau, ein tiefer Blick in die Augen spielt eine wichtige Rolle in der Kommunikation zwischen zwei Menschen. Sie verraten Interesse, Sympathie oder Abneigung. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Beschaffenheit der Augen sogar viel über unsere Persönlichkeit preisgibt. Der Grund dafür ist ein ganz bestimmtes Gen, das nicht nur an der Bildung unseres Irismusters beteiligt ist, sondern auch in dem Bereich unseres Gehirns aktiv ist, der für unsere Gefühle und unser Verhalten zuständig ist. Nicht all diese Aussagen und Deutungen sind das Ergebnis anerkannter wissenschaftlicher Studien.

Haselnussbraune Augen

Braunäugige Menschen sind weltweit mit Abstand am häufigsten vertreten. Dafür steht die Augenfarbe für allerlei positive Charaktereigenschaften. Menschen mit braunen Augen sagt man Attraktivität, Zuverlässigkeit, Kreativität und Bodenständigkeit nach. Sie gelten als selbstbewusst, stark, durchsetzungsfähig, dominant, aber auch als respektvoll, fürsorglich und optimistisch. Damit sollen sie ideale Führungspersonen sein. Weiter sollen sie kontaktfreudig und gesellig sein. Sie sind optimale Zuhörer und beliebte Gesprächspartner. Menschen mit braunen Augen wird eine gute Portion an Humor nachgesagt und sie nehmen oft kein Blatt vor den Mund, sondern sagen, was sie denken.

Ehrlichkeit und Treue haben bei brauner Augenfarbe grosse Bedeutung. Daher scheinen sich die Braunäugigen nicht so schnell zu verlieben. Angeblich sollen braunäugige Menschen besonders gut mit wenig Schlaf zurechtkommen. Dafür sollen sie morgens etwas Mühe haben, aus den Federn zu kommen. Ab und zu sind sie etwas launisch und unruhig.

Dunkelbraune Augen

Menschen mit dunkelbraunen Augen sind sehr selten. Daher gelten sie als leicht mysteriöse, würdevolle Wesen. Sie besitzen einen besonders hohen Melaninspiegel, der für die fast schwarze Augenfarbe sorgt. Angeblich soll das Gehirn effizienter und schneller arbeiten, je mehr Melanin gebildet wird. Vielleicht wirken dunkelbraunäugige Menschen daher leistungsstark, intelligent, vertrauensvoll und dynamisch. Doch laut Studien sollen diese Menschen ihre Impulsivität nicht immer ganz im Griff haben.

Blaue Augen

Blaue Augen gibt es erst seit etwa 7000 Jahren. Entstanden sind sie durch eine Genmutation. Besonders häufig kommen blaue Augen bei hellhäutigen Menschen vor. Sie sind in den nördlichen Ländern Europas am häufigsten vertreten. Die Anzahl blauäugiger Menschen nimmt konstant ab, da sie genetisch rezessiv sind. Pflanzen sich braun- und blauäugige Eltern fort, hat der Nachwuchs meist braune Augen.

Menschen mit blauen Augen werden besonders sexy, höflich und irgendwie süss wahrgenommen. Romantik und Verführungskunst werden ihnen nachgesagt. Auch Treue und Aufrichtigkeit gehören zu ihren Eigenschaften.

Zu Unrecht werden blauäugige Menschen oft auch als weniger intelligent und schüchtern eingestuft. In gewissen Kulturkreisen werden blaue Augen mit Kälte und Hartherzigkeit verbunden. Dabei stehen blaue Augen für grosse innere Kraft und Frohgemut. Blauäugige sollen weniger schnell aus der Fassung zu bringen sein und deshalb auch belastbarer sein. Sie lieben es, im Mittelpunkt zu stehen und ziehen die Aufmerksamkeit gern auf sich. Menschen mit heller Augenfarbe sollen ein geringeres Schmerzempfinden haben – insbesondere Frauen. Sie stecken eine Geburt besser weg als Frauen mit dunkler Augenfarbe.

Grüne Augen

Menschen mit grünen Augen sind eine Seltenheit – weshalb sie auch als besonders anziehend und verführerisch empfunden werden. Sie verleihen ihren Trägern eine geheimnisvolle Ausstrahlung. Grünäugige Menschen sind geduldig und nur schwer aus der Ruhe zu bringen. Sie erscheinen ihren Mitmenschen eher nachdenklich und ein wenig in sich gekehrt. Gleichzeitig sind sie auch sprunghaft und unberechenbar. Mutig und freiheitsliebend sollen sie sein sowie leidenschaftlich, romantisch und sensibel. Sie sind zudem kreativ und abenteuerlustig, manchmal sogar etwas unberechenbar. Dadurch hat man garantiert immer seinen Spass mit ihnen. Sie behalten im grössten Chaos den Überblick und wägen vor jeder Entscheidung Pro und Kontra genau ab. Ihre Eifersucht kann ihnen ab und an zu schaffen machen.

Graue Augen

Graue Augen sind selten, mystisch, verführerisch und faszinierend. Träger von grauen Augen gelten als geheimnisvoll, distanziert und sind schwer zu durchschauen. Ihre Emotionen behalten sie lieber für sich, sie wirken also ausgeglichen und sanft. Doch in grauäugigen Menschen lodert durchaus auch Leidenschaft. Schafft man es, sie für sich zu gewinnen, so hat man einen liebevollen, treuen Freund gefunden. Menschen mit dunkelgrauen Augen schwanken gern zwischen zwei Extremen. Besitzer von hellgrauen Augen sind sehr romantisch. Ab und zu einen Strich durch die Rechnung macht ihnen ihre Sturheit.

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Zwei verschiedene Augenfarben

In ganz seltenen Fällen kann es vorkommen, dass ein Mensch zwei verschiedene Augenfarben hat. Hat ein Auge eine ganz andere Farbe als das andere, spricht man von einer Heterochromie. Eine zentrale Heterochromie ist, wenn die Zweifarbigkeit auf ein Auge beschränkt ist, wie beispielsweise ein blaues Auge mit einem braunen Ring. Ist nur ein bestimmter Abschnitt des Auges betroffen, beispielsweise ein dunkelbraunes Farbsegment im blauen Auge, das von aussen nach innen verläuft, so nenn man das sektorielle Heterochromie. Zweifarbige Augen können durch seltene Genmutationen geerbt werden oder durch eine Entzündung der Iris entstehen. Das Sehvermögen wird davon nicht beeinflusst.

Kann sich die Augenfarbe verändern?

Immer wieder kursieren Gerüchte, dass sich die Augenfarbe im Laufe des Lebens oder auch nur für kurze Momente ändern kann. Für Charakterstudien ist das ein ganz spannendes Indiz. Doch ist das wirklich möglich? Die Antwort lautet «jein». Die Augenfarbe an sich ist genetisch bestimmt und kann sich nur in den ersten Lebensmonaten ändern. In späteren Jahren ändert sich die Augenfarbe nicht mehr komplett, bis auf eine Ausnahme.

In bestimmten Situationen, gekoppelt an gewisse Emotionen, können sich feine Nuancen der Augenfarbe tatsächlich ändern. Wer beispielsweise eine sehr helle Augenfarbe hat und sich extrem aufregt, kann plötzlich kurzzeitig dunklere Augen haben. So scheint es zumindest. Durch die Emotionen steigt die Durchblutung der Regenbogenhaut im Auge und lässt somit das Auge einen Moment lang dunkler wirken. Wer vollkommen entspannt ist, hat folglich helle, klare Augen. Auch ein veränderter Lichteinfall kann die Augenfarbe ändern, zumindest optisch. Je nach Einstrahlung des Lichtes aufs Auge bricht sich in ihnen der Lichtstrahl, da die Hornhaut gebogen ist und das Licht im Auge streut. So können sich der Farbton und die Helligkeit leicht verändern.

Aus den Augen lesen

In China wurde bereits im zweiten Jahrtausend vor Christus das Gesichtslesen, das sogenannte Siang Mien, etabliert und bis heute weitergegeben. Nicht nur die Farbe der Iris lässt auf gewisse Charakterzüge schliessen. Auch die Pupillen und der Abstand der Augen verraten einiges über das Wesen. Menschen mit grossen Pupillen gelten als stark gefühlsbetont und sollen sich anderen gegenüber leicht öffnen können. Für Besitzer von kleinen Pupillen haben Fakten den grösseren Stellenwert als Gefühle. Ihnen fällt es schwer, sich entspannt gehen zu lassen. Liegen Augen eng beieinander, so deutet das auf eine pragmatisch veranlagte Person hin. Ein weiter Augenabstand lässt auf romantische Menschen schliessen.

Franzi Holweck

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