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Ein mediterraner Garten

Ein mediterraner Garten

Mit der Klimaerwärmung gelingt es immer besser, auch nördlich der Alpen einen mediterranen Garten anzulegen. Entspannt im Liegestuhl die Sonne auf der Haut zu spüren und den Duft von Thymian, Rosmarin und Lavendel einzuatmen, vermittelt Feriengefühle.

Zuhause sein und von Südfrankreich, Italien, Spanien und Griechenland träumen kann man zuhause in einem mediterranen Garten. Ein paar Töpfe mit Zitrusfrüchten, Palmen und Olivenbäumen reichen für die Terrasse, um ihr ein südländisches Flair zu geben. Wer sich einen mediterranen Garten anlegen will, sollte sich vor Ort Gärten anschauen, fotografieren und Ideen auflisten. Meist sind mediterrane Gärten von einer immergrünen Hecke oder einer Naturstein- mauer umgeben. Sattes Grün ist die Grund- farbe, aber auch Ocker und sandige Grüntöne.

Wallis – Südfrankreich

Ein Ehepaar aus dem deutschsprachigen Wallis lebt die Hälfte des Jahres in einem grossen, alten Haus in Südfrankreich, etwa fünf Kilometer vom Mittelmeer entfernt. Zum Haus gehört ein grosser Garten. Darin wachsen Olivenbäume, die Eigentümer lassen die Ernte jeweils in einer Ölmühle pressen. Doch nicht nur die Olivenernte ist streng. Der Mann vergleicht: «Im Wallis haben wir einen kleinen Garten, da muss ich Rasen mähen. Er soll sehr gepflegt aussehen, schnell ärgern sich die Nachbarn, wenn beispielsweise ein Strauch über den Zaun wächst. Es muss pingelig gejätet werden. Hier, im Süden, ist das Jäten auch eine endlose Arbeit. Der Boden ist hart und trocken. Das Unkraut löst sich nicht leicht aus der Erde. Im Sommer aber muss man hier laufend wässern. Aber irgendwie ist alles grosszügiger.»

Trockenmauern

Der Garten in Südfrankreich ist seit Generationen terrassiert. Die alten Trockenmauern verfallen und müssen immer mal wieder repariert wegen. Treppenstufen von Ebene zu Ebene rutschen ab und man muss die Stufen wieder neu setzen. Der Mann beobachtete einen alten Mann beim Bauen einer Trockenmauer. Er bat ihn, ihm «Nachhilfeunterricht» zu geben. So bekam er altes, regionales Wissen um die Trockenmauern vermittelt. Bei den harten Arbeiten wie Mauern bauen hel- fen die drei erwachsenen Kinder in ihren Ferien auch mal mit. Wunderschön ist die halbrunde Treppe, die von einem Zimmer direkt in den Garten führt. Ein stilisierter Zapfen vom Brockenhaus schmückt die Treppe. Auf den Treppenstufen sitzen die Familie und ihre Gäste besonders gern zum gemütlichen Plaudern.

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Mediterrane Pflanzen

Die typischen mediterranen Pflanzen bevorzugen einen sonnigen Standort und nährstoffarmen Boden, der aber gut mit Sauerstoff gesättigt sein muss. Das heisst, er muss regelmässig gelockert werden.Die Mauern der Terrassen bieten empfindlichen Pflanzen wie Zitrusbäumen Schutz und geben in der Nacht die am Tag gespeicherte Wärme ab. In den kalten Monaten werden die empfindlichen Bäume mit Frostvlies geschützt. Sie bekommen regelmässig Dünger, ohne würden sie kaum Früchte tragen.

Lavendel, Mandeln, Safran

Es gibt ein kleines Lavendelfeld im Garten, dieses wird bewässert und muss immer wie- der gejätet werden. Rosmarin und Thymian wachsen wild. Oregano hat nur in Töpfen echte Überlebenschancen. Mandelbäume verwandeln den Garten im Frühling in ein rosa Zauberland. Feigen gedeihen hier wunderbar. Tomaten, Peperoni und Zucchetti brauchen täglich Wasser. Sie danken es mit einem intensiven Geschmack. Die Familie wohnt im Wallis in der Nähe der Gemeinde «Mund», die für ihren Safran bekannt ist. Im Garten in Südfrankreich gibt es ein grosses Beet, wo Safran gedeiht und im Herbst geerntet werden kann.

Gestalterische Elemente

Leben in Südfrankreich heisst draussen leben. Im Garten findet man kleine Tische mit Stühlen oder eine Bank, von wo aus man das Meer und den Sonnenuntergang sehen kann. Kletterpflanzen und Bougainvillea beleben die alten Mauern. Tontöpfe mit nicht-winter-harten Pflanzen bevölkern den Eingangsbereich, sie überwintern in der «Orangerie». Der Sitzplatz ist riesig, denn die Familie hat viel Besuch, die Kinder heirateten hier und Geburtstage werden gefeiert. Auf einem alten runden Dreschplatz, wo früher Esel über die Getreidehalme und -ähren im Kreis herumstapften, wird bei Festen jeweils ein grosses Zelt aufgestellt.

Ernte

In der Küche werden die Gartenprodukte weiterverarbeitet. Legendär ist der hauseigene Grapefruitwein, ein herrlicher Aperitif. Mit dem Lavendel werden Duftsäckchen gemacht. Freunde erhalten Olivenöl und selbst gemachtes Kräutersalz. Es werden Konfitüren gekocht. Auch die Mandeln werden verwertet. Es sind aber nicht ausschliesslich die geernteten Produkte, die diesen Garten wertvoll machen. Es ist die Gastfreundschaft, die hier gelebt wird; es ist der Erholungswert, den er bietet. Und die Möglichkeit, körperlich arbeiten zu können, und dabei ein konkretes Ergebnis zu sehen.

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