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Natur

Satte Matte

Satte Matte

Einen dichten grünen Rasen, der noch dazu jeder Belastung standhält, wünscht sich wohl jeder Gartenbesitzer. Auf dem Weg zum schönen Rasen braucht es zwar Ausdauer, aber es lohnt sich.

Wer in seinem Garten eine Rasenfläche plant, muss sich auf einiges gefasst machen. Denn mit dem grünen Hälmchen holt man sich eine Schar diffiziler Diven vors traute Heim. Sogar die Königin der Blumen, die Rose, benötigt weniger Pflege. Gräser hingegen gieren nach Aufmerksamkeit und haben ihre Ansprüche. Frisieren, kämmen, trimmen – mit einem erstligareifen Rasen kommt man während der Sommermonate kaum zum Entspannen. Und vernachlässigt man die Pflege, endet es nur allzu schnell in einer Katastrophe: Abgestorbene Pflanzenteile, Unkräuter und Moos wachsen zu einer dicken Filzschicht zusammen. So kann weder Luft noch Wasser an die Wurzeln dringen, die Gräser ersticken und vertrocknen. Im Frühling ist es deshalb notwendig, den Rasenfilz mit dem Vertikutiergerät zu entfernen. Beim Vertikutieren werden mit scharfen rotierenden Messern Schnittgutreste und abgestorbene Pflanzenteile eliminiert – so können die Gräser die Nährstoffe der darauf folgenden Frühjahrsdüngung besser aufnehmen. Das Vertikutieren und der erste Schnitt im Frühling fördern das Wachstum der Gräser. Dank einer angepassten Düngergabe, insbesondere mit Stickstoffdünger, kann man die Triebbildung der Gräser zusätzlich gezielt unterstützen. Oft fördert das Vertikutieren auch kahle Flecken zutage. Mit einer Nachsaat im Frühjahr können diese über den Winter entstandene Lücken schnell geschlossen werden. Dabei verwendet man mit Vorteil besonders schnell keimenden Nachsaatrasen. Die Lücken werden mit einer dünnen Schicht aus Sand und Erde bedeckt. Damit der Samen keimen kann, muss der Boden während zwei bis drei Wochen – bis die Gräser Wurzeln gebildet haben – gut feucht gehalten werden.

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Empfindliche Keimlinge

Der Frühling eignet sich auch gut, um neuen Rasen anzulegen. Dabei wird der Boden mit einem Spaten gelockert, sauber gejätet und gewalzt. Die Erde sollte vor dem Säen feinkrümelig und frei von Steinen sowie Wurzeln sein. Da Rasensamen erst ab zehn Grad keimen, ist der ideale Saatzeitpunkt Anfang April. Mischt man das Saatgut mit etwas Sand, lässt es sich regelmässiger ausstreuen. Eine Startdüngung bei der Ansaat trägt zudem dazu bei, dass die Keimlinge gut wurzeln.

Für einen guten Bodenkontakt empfiehlt sich ein leichtes Abwalzen oder oberflächliches Einrechen. Je nach Wetter muss die Neusaat regelmässig begossen werden. Die Keimung ist die heikelste Phase: Der Keimling ist sehr empfindlich auf Trockenheit, da er noch keine Wurzeln hat, um Wasser aufzunehmen. Wenn der Rasen zehn Zentimeter hoch ist, kann er zum ersten Mal geschnitten werden, doch nicht zu kurz: Fünf Zentimeter sollte man den zarten Halmen schon gönnen.

Lästige Wildkräuter

Grundsätzlich ist der regelmässige Schnitt der Gräser eine wichtige Voraussetzung für das gute Gedeihen des Rasens. Durch das Mähen werden die Pflanzen angeregt, sich zu verzweigen, wodurch ein dichter Rasenteppich entsteht. So sollte etwa alle zehn Tage der Mähroboter losgeschickt oder eine schnittige Runde mit dem Rasenmäher gedreht werden: Mit gut geschärften Messern gelingt die Rasenfrisur am besten. Dabei muss man die Schnitthöhe im Auge behalten: Die Gräserspitzen sollten auf rund 3,5 bis 5 Zentimeter gekürzt werden. Damit sich die Gräser erholen können, ist der beste Schnittzeitpunkt morgens oder abends.

Auch vor Trockenheit muss man die Halme schützen. Doch Vorsicht: Durch häufiges, kurzes Wässern wird der Rasen «verweichlicht», da er dadurch nur oberflächlich Wurzeln bildet. Bewässert man jedoch in grös­seren Abständen, dafür etwas länger, werden die Wurzeln angeregt, in die Tiefe zu wachsen – so bleibt er resistenter und wird belastungsfähiger. Während der warmen Monate siedeln sich gerne Wildkräuter und Moos an. Die unliebsamen Schmarotzer müssen in Schach gehalten werden – auch hier bewährt sich der regelmässige Schnitt: So kommen Unkräuter gar nicht erst zum Blühen und können sich nicht versamen. Chemie ist nur bei übermässigem Unkrautwuchs notwendig, ansonsten kann man die lästigen Eindringlinge von Hand auszupfen. Gewisse Wildkräuter wie Günsel oder Ehrenpreis siedeln sich zudem nur an, wenn der Rasen zu wenig Nährstoffe hat.

Helen Weiss

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