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Natur

Südländer dürfen jetzt an die Sonne

Südländer dürfen jetzt an die Sonne

Schon bald ist Hauptsaison für Oleander, Olive und Co. Damit man sich im Sommer an ihrer exotischen Blütenpracht erfreuen kann, brauchen Kübelpflanzen jedoch vor dem Umzug ins Freie etwas Pflege.

Kübelpflanzen wie Zitronen, Oleander oder Palmen gab es schon in der Antike. Die Kostbarkeiten aus dem Süden wurden während des Winterhalbjahrs in der Orangerie überwintert. Auch heute noch erfreuen sich Oliven, Hibiskus und Engelstrompeten grosser Beliebtheit, da sie mediterranes Flair in den Garten zaubern.Die frostempfindlichen Kübelpflanzen brauchen einen hellen, aber kühlen Winterstandort, zum Beispiel einen Keller oder einen frostfreien Hausflur. Jetzt, wo die Tage wärmer werden, dürfen die «Südländer» draussen bereits die erste Sonne geniessen. Hartlaubige Kübelpflanzen wie Palmen, Lorbeer und Oliven vertragen auch einige Minustemperaturen. Empfindlicher sind Pflanzen mit weichem Laub, beispielsweise Fuchsien, Bougainvillea oder Hibiskus. Diese sollten die frostigen Nächte noch im Haus verbringen.

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Vorsicht beim Umgang mit Chemie

Vor der endgültigen Platzierung am Sommerstandort müssen Kübelpflanzen nach der Überwinterung erst einmal auf Vordermann gebracht werden. Einige Arten benötigen einen kräftigen Rückschnitt bis aufs Holz, um im Sommer wieder Blüten ansetzen zu können (siehe Box).

Beim Rückschnitt sollten die Triebe und Blätter der Pflanzen auf Pilz- oder Schädlingsbefall untersucht werden. Gerade während der Winterperiode sind Kübelpflanzen besonders anfällig, da der Standort im Winterquartier oft nicht ideal ist. Zu wenig Licht, zu hohe Temperaturen, Trockenheit oder Nässe schwächen die Pflanzen. Verschiedene Lausarten tummeln sich gerne auf den frischen Austrieben. Blattläuse kann man gut von Hand entfernen, Woll- oder Schildläuse sind dagegen hartnäckiger. Im Umgang mit chemischem Pflanzenschutz sollte man jedoch Vorsicht walten lassen: Weniger ist hier mehr. Eine gewisse Toleranz Schädlingen gegenüber ist nötig, um das biologische Gleichgewicht nicht zu sehr zu stören.

Vor Sonnenbrand schützen

Die meisten Arten der Kübelpflanzen stammen aus dem Süden und mögen einen heissen, sonnigen Standort. Doch genauso wie die menschliche Haut reagiert auch das pflanzliche Blatt auf zu intensive Sonneneinstrahlung. Ein regnerischer Tag ist der ideale Zeitpunkt, um sie nach draussen zu stellen. Sind die Pflanzen erst einmal an die Sonne gewöhnt, vertragen sie später auch einen sonnigen Standort.

Auch die Wurzeln brauchen einige Pflege für einen guten Start in den Sommer, denn Kübelpflanzen sollten alle paar Jahre umgetopft werden. Ist der Wurzelballen einer Pflanze schon sehr gross, kann er mit einem Spaten verkleinert und mit frischer Erde in denselben Topf gepflanzt werden. Da der Dünger im Topf schnell einmal verbraucht ist, sind Kübelpflanzen auf regelmässige Nährstoffgaben angewiesen. Deshalb empfiehlt sich Langzeitdünger: Die Düngerkapseln lösen sich langsam auf und geben je nach Bedarf Nährstoffe frei. So gestärkt, haben die Gäste aus dem Süden einen guten Start in die Hauptsaison.

Helen Weiss

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Auf den richtigen Schnitt kommt es an

Kurz bevor die Kübelpflanzen zu spriessen beginnen, ist die beste Zeit, um sie zurückzuschneiden.
Dabei unterscheidet man folgende Schnittarten:

Auslichten:
Hierbei werden bei allen Pflanzen zunächst die trockenen Zweige eingekürzt oder herausgeschnitten. Dann dünnt man das Astgerüst aus, indem zu dicht stehende Seitenzweige mit einer scharfen Gartenschere entfernt werden.

Verjüngungsschnitt:
Bei älteren Büschen können zusätzlich einige der ältesten Hauptäste knapp über dem Boden gekappt werden. Das hält auch starkwüchsige Kübelpflanzen wie Engelstrompete, Hammerstrauch oder Oleander dicht und blühfreudig.

Formschnitt:
Bei den meisten Kübelpflanzen kann man die Triebspitzen beliebig einkürzen, bis die Kronen schön rund sind. Ausnahme sind Arten, die an den Triebspitzen vom Vorjahr blühen, wie etwa der Oleander.

Kompletter Rückschnitt:
Kübelpflanzen, die nur an den neuen Zweigen blühen, wie etwa Zistrose, Myrte und Kapmalven, werden im Frühjahr radikal zurückgeschnitten, indem man die Triebe um ein bis zwei Drittel einkürzt. Gleiches gilt für die Kronen von Stämmchen bei Enzianstrauch und Wandelröschen. Durch den radikalen Rückschnitt bilden sich viele frische, blühfreudige Triebe.

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