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Ratgeber

Die Sache mit den Vorsätzen: Gut gemeint und doch verfehlt

Die Sache mit den Vorsätzen: Gut gemeint und doch verfehlt

Na, gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst? Keine Bange, nach dem «November-Blues» und dem «Dezember-Swing» gibt es diesmal keinen «Februar-Jazz». Den «Januar-Tango» haben wir ja auch schon ausgelassen. Überlassen wir es ab jetzt den Astrologen und Gärtnerinnen und Gärtnern, die Wochen und Monate einzuordnen und mit gut gemeinten Ratschlägen zu überziehen. Trotzdem ist es mit den Vorsätzen so eine Sache.

Die einen fassen sie, die andern lassen es von Anfang an bleiben. Und die meisten von denen, die tatsächlich gute Vorsätze gefasst haben, geben oftmals nach kurzer Zeit schon Forfait. Irgendeine Ausrede wird sich immer finden lassen. Wobei gerade die Vorsätze in der Silvesternacht – im leichten Champagnerschwindel beschwingt dahingesprochen – oftmals die am wenigsten nachhaltigen sind.

Der Vorsatz. Der Begriff ist vielfältig. Er existiert in der Theologie und ist, so wurde mir erklärt, Bestandteil der Beichte. Der Vorsatz existiert auch in der Druckereibranche, wobei hier auch unterschiedliche Bedeutungen auftauchen, je nachdem, wo man nachfragt. Auch in der Rechtsprechung wird mit dem Vorsatz gearbeitet, etwa dann, wenn ein Tötungsdelikt aus dem Affekt heraus oder mit Vorsatz begangen wurde. Diese Unterscheidung wirkt sich dann auch auf das Strafmass aus.

Der Vorsatz ist aber auch ein Begriff, der in der Psychologie vorkommt oder – im weitesten Sinne – auf das menschliche Handeln zurückzuleiten ist. Was wiederum je nach der Enge oder Weite der Definition das Gleiche oder auch Unterschiedliches bedeuten kann. Wenn wir einen Vorsatz fassen, dann bedeutet dies letztlich, dass wir vorhaben, etwas zu tun oder etwas zu lassen oder in unserem zukünftigen Tun etwas verändern zu wollen.

An und für sich «gut»

Angewandt wird der Begriff meist mit dem Adjektiv «gut». Was allerdings an sich zu einem Pleonasmus, also einer unsinnigen Wiederholung führt, denn niemand würde von sich behaupten, einen schlechten Vorsatz gefasst zu haben. Der Vorsatz – in diesem Kontext angewandt – ist also an und für sich «gut».

Genug der Theorie, hin zur Praxis. Haben Sie schon mal einen (guten) Vorsatz gefasst? Beschlossen, endlich mit dem Rauchen aufzuhören, nun einmal wirklich etwas Sport zu treiben, anstatt als Couchpotato zu enden, freundlicher mit dem Mitmenschen umzugehen oder einfach mal zehn Kilo abzunehmen, damit man wieder in die alten Hosen passt, die doch eigentlich noch immer ganz passabel aussehen und bei denen selbst die beste Schneiderin keine Chance hat, noch etwas «auszunehmen», weil da beim besten Willen kein Stoff mehr übrig ist? Sollten Sie das verneinen, ist anzunehmen, dass Sie ein besonders glücklicher Mensch sind, der Vorsätze gar nicht nötig hat, denn Sie leben in Einklang mit sich selbst und der Welt. Wenn Sie indessen nur ein ziemlich glücklicher oder ein bisweilen gar etwas unglücklicher Mensch sind, dem einige Dinge – sei es in der Umgebung, sei es an sich selbst – nicht so ganz passen, dann haben Sie schon mindestens einmal in Ihrem Leben einen Vorsatz gefasst. Richtig? Seien Sie ehrlich. Zu sich selbst.

Hatten Sie Erfolg?

Doch wenn nun nachgefragt wird, ob Sie diesen Vorsatz oder diese Vorsätze auch umgesetzt haben, wie würden Sie darauf antworten? Schon fünfmal mit dem Rauchen aufgehört, doch nach einer gewissen Zeit der Enthaltung qualmte der Stinkestängel schon wieder im Mundwinkel. Die grosse Sportoffensive, jeden zweiten Tag etwas joggen, extra ein klasse Outfit gekauft, tolle teure Schuhe mit luftgefederter Spezialsohle, und die stehen jetzt schon wieder seit zwei Jahren im Schrank? Endlich weg mit dem überflüssigen Speck, aber wie denn, wenn Schinken, Haxn und Käse zu Ihren Lieblingsspeisen gehören? Nach einem Monat mit Brokkoli und Hühnchen haben Sie das Handtuch geworfen.

Es ist schon so eine Sache mit den Vorsätzen. Viele Menschen haben einen starken Willen und setzen ihre Vorsätze mit aller Kraft in die Tat um. Doch weitaus mehr Menschen verzweifeln an ihren eigenen Vorsätzen und geben auf. Wie man Vorsätze fasst, was man dabei beachten sollte, wenn man nicht zu den ausserordentlich Willensstarken gehört, und wie Sie danach damit umgehen sollten, ihre eigenen Vorsätze auch zu befolgen, das lesen Sie in der nächsten Ausgabe von «active&live».

Roland Breitler

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