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Natur

Keine Frostbeulen für  Dahlien & Co.

Keine Frostbeulen für Dahlien & Co.

Dahlien, Gladiolen und Canna sind nicht winterhart – deshalb müssen sie während der kalten Jahreszeit ins Haus. Dunkel und frostfrei gelagert, verbringen sie den Winter im Keller, bevor sie im Frühling wieder ins Beet ausgepflanzt werden.

Noch blühen sie prächtig im Garten und verschönern mit ihren bunten Blüten den September: Knollenpflanzen wie Gladiolen, Canna, Dahlien und Knollenbegonien zählen zu den Spätblühern im herbstlichen Garten. Doch Minustemperaturen vertragen die zauberhaften Herbstboten überhaupt nicht. Sinken die Temperaturen über Nacht, ist es bald vorbei mit der Pracht. Das bedeutet jedoch nicht, dass die hübschen Blüher gleich auf dem Kompost landen müssen. Denn Knollenpflanzen wachsen – wie es ihr Name schon sagt – aus einem Speicherorgan in Form einer Knolle. Anders als die winterharten Blumenzwiebeln, welche eine Kombination aus verdickten Blättern und Stängeln sind, ist die Knolle eine verdickte Wurzel oder Sprossachse. Knollen bestehen immer aus einem Stück und sind frostempfindlich. Ausser Gladiolen und Co. zählen etwa auch Kartoffeln oder Radieschen zu den Knollengewächsen.
Im Gegensatz zu den meisten Blumenzwiebeln wie Narzissen oder Tulpen, die gerne im Beet überwintern, müssen Knollenpflanzen deshalb während der kalten Jahreszeit ins Haus. Ein paar leichte Frostnächte schaden den Pflanzen zwar nicht, allerdings darf der Boden nicht auf Knollentiefe durchfrieren. Die Knollen müssen daher ausgegraben werden, bevor es ­richtig kalt wird.

Etwas Fürsorge durch den Winter

Dazu werden die Blätter und Stiele vor dem Ausgraben eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten. Mit einer Grab­gabel lockert man anschliessend das Wurzelwerk. Dabei ist etwas Fingerspitzen­gefühl gefragt: Beim Ausgraben muss man darauf achten, die Knollen so wenig wie möglich zu verletzen. Die ausgegrabenen Knollen dürfen durchaus ein paar Tage an einem warmen, frostfreien Ort abtrocknen. Dadurch kann die Erde leichter entfernt werden. Bevor sie endgültig in ihr Winterquartier ziehen, werden die Knollenschätze einer kritischen Prüfung unterzogen. Kranke Exemplare – Canna und Dahlien können von einem Virus befallen werden – oder Pflanzen mit Schädlingsbefall wie Thrips bei Gladiolen dürfen nicht überwintert werden. Es darf nur gesundes Material eingelagert werden, um mögliche Fäulnis der Knollen während des Winters zu vermeiden.
Die Blumenknollen sollten in offenen Kisten bei fünf bis sieben Grad, gut durchlüftet und dunkel gelagert werden. Obwohl Dahlien, Gladiolen und Knollenbegonien unkomplizierte Überwinterungskandidaten sind, benötigen sie trotzdem etwas Fürsorge. Die Knollen müssen regelmässig auf Faulstellen kontrolliert, bei Bedarf mit Wasser besprüht und kranke Exemplare aussortiert werden. Bei der Überwinterung sind heute aber eher die zu warmen, trockenen Keller das Problem. Die Knollen gehen nicht in die Ruhephase über und vertrocknen. Doch kann leicht Abhilfe geschaffen werden: Ist die Luftfeuchtigkeit sehr gering, kann man die Knollen in Zeitungspapier oder leicht feuchtem Sand einlagern.

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Hilfe für den Start in die Saison

Statt sie im Keller zu verräumen, können etwa Canna alternativ auch in der Stube als Zimmerpflanze überwintert werden. Die Knollen von Gladiolen lassen sich zudem durch den Winter auch in einem gelochten Plastikbeutel oder einem Kartoffelnetz aufbewahren. Und wer seine Knollenpflanzen durch den ­Sommer in Töpfen statt in der Rabatte ­kultiviert, hat etwas weniger Aufwand. Die Knollen können direkt in den Gefäs­sen im Keller überwintert werden, sollten aber im Frühling in ­frische Erde getopft werden. Bei Knollenbegonien und Canna lohnt sich das Antreiben ab Mitte Februar, sonst blühen sie womöglich zu spät. In eine Kiste mit feuchter Aussaaterde umgepflanzt, zeigen sich an einem hellen, beheizten Standort bald die ersten Triebe.
Dagegen müssen die Knollen von Dahlien und Gladiolen nicht zwingend angetrieben werden. Die zarten Blättchen, welche sich nach dem Auspflanzen bilden, benötigen im Beet noch etwas Schutz: Die ersten Austriebe von Dahlien und Begonien müssen im Frühjahr gut vor Schneckenfrass geschützt werden. Gerade bei seltenen, ­ausgefallenen Sorten, die nicht im Standard­sortiment zu finden sind, lohnt sich eine Überwinterung allemal. Der Aufwand bringt noch weitere Vorteile: Im Lauf der Jahre werden die Knollen immer mächtiger und somit auch die Pflanzen prächtiger.

Helen Weiss

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