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Ratgeber

Durchhalten

Durchhalten

Am Anfang ist man Feuer und Flamme. Man hat das Ziel klar vor Augen und treibt das Projekt mit Begeisterung voran. Egal, ob es sich um eine Bastelarbeit handelt, ums Klavierspielen oder ums Kelleraufräumen geht. Und dann flacht die Begeisterung ab und man findet eine Menge guter Ausreden, weshalb man das Projekt nicht zu Ende führt.

Durchhaltewillen ist eine Eigenschaft, die etwas aus der Mode gekommen ist. Durchhalten, Aushalten gehört nicht mehr zum Alltag wie bei Generationen vor dem Zweiten Weltkrieg. Denn heute hat man unzählige Wahlmöglichkeiten, kann man oft lustvoll entscheiden, was man tun oder haben will. Vielleicht sollte man sich wieder einmal dankbar bewusstmachen, wie breit die Palette der Wahlmöglichkeiten ist.

Selbstdisziplin

Heute hört man im Lebensmittelladen Mütter 3-Jährige fragen: «Was möchtest Du denn heute essen?» Früher hiess es noch: «Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt.» Heute geht es nach dem Lustprinzip – und daran gewöhnt man sich schnell. Man fühlt sich schnell gelangweilt oder überfordert – und gibt Ziele, Wünsche und Träume auf. Die Welt geht nicht unter, man wählt ein neues Ziel – und wenn es etwas mühsamer wird, dran zu bleiben, wählt man wieder etwas Neues, das man erreichen möchte. Weshalb etwas tun, das im Moment keinen Spass macht? Solche unerreichten Ziele summieren sich aber und machen nicht glücklich. Denn das Erreichen eines Zieles trotz Schwierigkeiten oder Durststrecken, die man überwinden musste, machen stolz und zufrieden.

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Selbstmotivation

«Eigentlich wollte ich, aber…» Man kann sich nicht aufraffen, verschiebt auf morgen und schliesslich auf die lange Bank. Obwohl man schon einen guten Teil der Strecke zum Ziel geschafft hat, bringt man nicht mehr den Willen auf, dranzubleiben. Rückschläge demotivieren, Widerstände bremsen und schlussendlich ist man überzeugt, es nicht zu schaffen und aufgeben zu wollen. Um ein Ziel erreichen zu können, muss es klar definiert sein.

Smarte Ziele:

  • S – spezifisch: konkret, eindeutig und präzise formuliert
  • M – messbar: definieren, woran erkennbar ist, dass das Ziel erreicht ist
  • A – aktionsorientiert: attraktives Ziel, positiv formuliert
  • R – realistisch: die Zielerreichung entspricht den eigenen Möglichkeiten
  • T – terminiert: klarer Termin, bis wann das Ziel erreicht sein soll

Vage formulierte Ziele neigen dazu, nicht erreicht zu werden. Man muss das Ziel so formulieren, dass man überzeugt ist, es mit den eigenen Möglichkeiten zu erreichen. Hängt die Zielerreichung von anderen ab, hat man es schon nicht mehr in den Händen, es zu erreichen.

Leidenschaft

Untersuchungen haben gezeigt, dass Dinge, die man ausschliesslich des Geldes wegen macht, nicht immer glücklich machen. Vielleicht gilt es, zu überdenken und die Einstellung zu verändern: Ich tue es gern, weil es Sinn macht, weil es mich weiter bringt, weil ich einen Beitrag leisten will. Vielleicht sollte man lernen, Dinge wieder mit Hingabe zu tun. Wenn die «Null-Bock-Mentalität» zum Lebenskonzept wird, schleicht sich die Freude langsam, aber sicher aus dem Alltag. Begeisterungsfähigkeit und die Fähigkeit, Leidenschaft zu empfinden und leidenschaftlich Dinge zu tun, sind Erfolgsfaktoren und machen das Leben bunt und glitzernd.

Widerstand als Motivation

Im Verlauf eines Projektes stösst man meist auf Widerstand. Menschen lieben selten Veränderungen: Das haben wir doch schon immer so gemacht! Will man etwas verändern, ist Widerstand ein Zeichen, dass etwas in Bewegung geraten ist – was positiv zu werten ist. Deshalb soll man Widerstand ernst nehmen, nicht aber als Anlass, sein Ziel aufzugeben. Widerstand kann eine Herausforderung sein, das Ziel nochmals genau auf die Realisierbarkeit zu überprüfen und allenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Widerstände können Herausforderungen sein, die sich letztlich auf das Projekt positiv auswirken – wenn man dranbleibt.

Erfolgsgeschichten zur Unterstützung

Umgeben Sie sich mit Menschen, die ähnliche Projekte erfolgreich abgeschlossen haben. Vorbilder motivieren: «Wenn der das kann, kann ich das auch!» Solche Erfolgsgeschichten kann man lesen, aber sich auch erzählen lassen – man muss einfach danach fragen. Menschen erzählen gern von ihren Erfolgen – und die Zuhörer können etwas daraus lernen. Man beantwortet sich die Fragen oder lässt sie sich beantworten: Wie denkt, fühlt und handelt die erfolgreiche Person anders als ich? Wie kann ich mir diese Art des Denkens, Handelns und Fühlens auch aneignen?

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An sich glauben

Ein wichtiger Faktor, der dazu beiträgt durchzuhalten, ist der Selbstwirksamkeitsglauben. Wenn man selbst überzeugt ist, das Ziel zu erreichen, ist die Chance dazu höher, als wenn man zweifelt. «Wenn ich etwas wirklich will, dann erreiche ich es auch», ist ein hilfreicher Glaubenssatz. Je optimistischer man ist, desto eher wird das Vorhaben gelingen. An sich glauben bedeutet auch davon überzeugt zu sein, dass man dazulernen, sich neue, zielführende Verhaltensweisen aneignen kann.

Es gilt auch, sich und seine Fähigkeiten realistisch einzuschätzen, um faire Ziele zu setzen und sich nicht zu überfordern. Gibt man auf, ist das fast immer mit einer Enttäuschung verbunden – man ist von sich selbst enttäuscht. Dies schwächt den Selbstwert.

Boxenstopps einlegen

Durchhalten heisst nicht bis zur Erschöpfung an was dranzubleiben. Pausen sind wichtig. Beim Anstreben eines Zieles darf man die eigenen Energieressourcen nicht aus den Augen verlieren. Es gilt, mit den eigenen Kräften und der zur Verfügung stehenden Zeit zu haushalten, methodisch vorzugehen und den Prozess zu strukturieren. Auch einen Elefanten isst man in kleinen Bissen. Mit anderen Worten, es macht das Durchhalten einfacher, wenn man ein grosses Projekt in Teilprojekte aufsplittet – und jeden erfolgreich absolvierten Schritt wertschätzt oder gar feiert.

Ziehen Sie auch immer mal wieder Bilanz: Was haben Sie erreicht? Was gilt es noch zu schaffen? Das Wissen darum, dass man schon ein gutes Stück des Weges geschafft hat, lässt einen den Rest leichter angehen.

Gute Stimmung schaffen

Ein liebevoller Umgang mit sich selbst ist wichtig. Niemand kann immer nur durchhalten, man darf einfach das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Nicht nur das Ziel ist lohnend, es tut gut, wenn man den Weg zum Ziel geniessen kann, wenn er Freude bereitet. Wenn es mal nicht mehr klappt und einem das Durchhalten schwerfällt, sollte man Neues ausprobieren. Fehlertoleranz ist unabdingbar. Machen Sie mehr von dem, das funktioniert und eignen Sie sich neue Methoden an, entwickeln Sie neue Fähigkeiten. Denn diese neuen Fähigkeiten und der gestärkte Selbstverwirklichungsglaube sind ebenso wertvoll wie das erreichte Ziel.

Regula Zellweger

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