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Ferien / Reisen

Leukerbad

Leukerbad

Leukerbad hat als Walliser Kurort 500 Jahre Tradition. Bereits den Römern, die den Gemmipass über die Alpen vom Mittelland ins Wallis nutzten, waren die heissen Quellen bekannt. Torrent, das Skigebiet, macht Leukerbad auch im Winter zu einem beliebten Ferien- und Erholungsort.

Leukerbad nennt sich das grösste Thermalbad- und Wellnessort der Alpen. Knapp vier Millionen Liter Wasser bis zu 51 Grad sprudeln täglich in die Becken der verschiedenen Thermen. Auch an einzelnen Brunnen des Dorfes fliesst warmes Wasser. Der Thermalquellen-Weg führt durch das Dorf bis zur Dalaschlucht. Auf neun illustrierten Tafeln lernen Spaziergänger Wissenswertes über die gefassten Quellgruppen Leukerbads, die Geologie, die Geschichte oder die medizinischen und wirtschaftlichen Aspekte des Thermalwassers.

Literarisches

Doch nicht das Dorfbild und die Thermen allein begeistern die Besucher, faszinierend ist auch die Landschaft mit der markanten Gemmiwand, die hinter dem Dorf aufragt. Diese hat 1779 schon Goethe beeindruckt. Er beschrieb in seiner «Reise in die Schweiz», wie die Leute erzählten, dass sie eine Familie antrafen, die aus der Armut im Kanton Bern zu Verwandten ins Wallis oder nach Italien gehen wollten. Auf der Gemmi überraschte sie das Wetter. Die Frau starb, als sie die Retter ins Tal trugen, der Vater war völlig apathisch, das Kind erschöpft. Wirtschaftsflüchtlinge 1779. Guy de Maupassants Geschichte «L’Auberge» spielt am Gemmipass. Dass Arthur Conan Doyles seinen Sherlock-Holmes in den Reichenbachfällen umkommen liess, weiss man. Nicht aber, dass in der Geschichte «The Final Problem» der Gemmipass erwähnt wird. Alexandre Dumas, Jules Verne und Mark Twain besuchten Leukerbad zu Zeiten, als Damen in Sänften in die Bergwelt getragen wurden.

Schäferfest

Heute führt eine Seilbahn auf die Gemmi. Von hier aus kann man zu Wanderungen unterschiedlichster Anforderungsstufen aufbrechen. Im Sommer weiden die Schafe im  Gemmigebiet weit verstreut. Beim Wandern trifft man auf verschiedene Rassen und freut sich besonders an den typischen Schwarznasenschafen. Sie wurde erst 1962 offiziell als Rasse anerkannt. Das traditionelle Schäferfest auf der Gemmi findet seit 1957 statt. Die Schafe werden an den Daubensee getrieben. Sie bekommen «Gläck», eine Mischung aus Kleie und Salz, die Touristen tolle Foto-Objekte und die Schafzüchter einen willkommenen Zusatzverdienst. Mit Schafzucht wird man heute nicht mehr reich und die Leute auf der Gemmi engagieren sich mehr für das Thema «Schaf», als dass sie davon persönlich profitieren. Auch der Alpabzug der Schafe von der Gemmi nach Leukerbad ist jedes Jahr ein besonderes Erlebnis. Die Tiere überwinden dabei mehr als 1700 Höhenmeter.

Naturerlebnis

Zum Glück gibt es Menschen, die einerseits unsere Traditionen der Bergtäler erhalten und die sich anderseits für den Naturschutz engagieren. Leukerbad gehört zu den zwölf Parkgemeinden im Naturpark Pfyn-Finges. Der Naturpark erstreckt sich im Mittelwallis zwischen Gampel und Sierre von 500  bis 4100 Meter über Meer. Beim Wandern kann man Gämsen, Steinböcke und Murmeltiere sehen. In der Region hat sich der Bartgeier wieder angesiedelt und mit etwas Glück kann man eines der Tiere mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,9 Metern am Himmel kreisen sehen. Bartgeier sind Aasfresser, töten also keine Nutztiere – anders als der Wolf, der im Wallis vielerorts nicht willkommen ist.

Walliser Bergkäse

Auf der Majingalp wird täglich gekäst. Hier kann man hautnah miterleben, wie der Walliser Käse entsteht. Der aus dem Kanton Bern stammende Käser Manfred Lehmann ist ein erfahrener Fachmann, der gern alle Arbeitsschritte erklärt. Auf der Alp gibt es neben den Milchkühen Ziegen, Schweine, Hühner, einen Hund und Kaninchen. Unter den braunen Kühen entdeckt man eine einzige schwarze Eringerkuh, die Tochter des Käsers bekam sie zum Geburtstag. Yvonne Lehmann serviert Wanderern und Besuchern des Schaukäsens Produkte von der Alp, beispielsweise verschiedene Käse, Ziger, Wurst, Konfitüre und selbst gebackenes Brot. Die ganze Drei-Generationen-Familie bleibt bis im September auf der Alp. In den Restaurants und Hotels im Dorf gibt es das traditionelle Raclette und verschiedene Arten von Fondue aus Walliser Käse.

Im Banne des Vulkans

Im Nordosten von Sizilien kann auf kleinstem Raum viel entdeckt werden; vom griechischen Tempel, malerischen Bergdörfern bis zur beeindruckenden Natur, die geprägt ist vom Ätna. Kulinarisches kommt dabei nicht zu kurz.

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